Mai 2019:

Beim Besuch der Teilnehmer der Bulgarienreise 2019 im Hospiz Nadajda (Hoffnung) in Varna bedankte sich Ralitsa Yaneva, stellvertretende Leitung des Hospiz für die langjährige Unterstützung. Wurden anfangs noch Pflegebetten und Hilfsmaterialien aus Deutschland geliefert, werden heute nicht zahlungskräftige Patienten im Hospiz unterstützt oder gezielt Anschaffungen, die direkt in Bulgarien gekauft werden. Ralitsa  Yaneva berichtete, dass derzeit die Nachfrage des privat geführten Hospizes gut sei. Es bestehen 28 Plätze. Hier werden Menschen mit Demenz, sterbende Menschen betreut aber auch Menschen, die nach Schlaganfall therapiert werden und dann wieder nach Hause gehen. Die Unterbringung erfolgt meist  in Zweibettzimmern. Erstmals würde ein Mann im Zimmer einer Frau untergebracht, da beide gerne miteinander reden würden und so dies für beide bereichernd sei. Beim Besuch der Gruppe im Hospiz waren selbst Pflegeexperten überrascht welch gute Atmosphäre und Qualität hier herrschen. Es wird hier selbst gekocht und auch hygienische Vorgaben mit kreativen, einfachen Mitteln erfüllt. Eine der Bewohnerin, selbst Malerin, schenkte der deutschen Gruppe ein kleines Ölgemälde mit einer Darstellung der bulgarischen Schwarzmeerküste. Die Bulgarienhilfe übergab vor Ort einen Unterstützungsbetrag von 500 Euro.

 

 

 

 

2018:

 

Seit 2012 besteht der Kontakt mit dem Hospiz Nadejda („Hoffnung“) in Varna, das Frau Katja Pandeva Anfang 2012 in Eigeninitiative mit 28 Plätzen in einer Etage der Poliklinik im Stadtteil Vladost startete. Wir besuchten das Hospiz im Mai 2013 mit einer kleinen Gruppe aus Oberschwaben. Erfreulich war, dass alle Pflegebetten und Pflegehilfsmittel, die die Bulgarienhilfe im Mai 2012 lieferten voll im Einsatz sind. Es fehlten allerdings weitere Pflegebetten und Bettwäsche. In dem Hospiz erfahren Patienten nach Schlaganfall eine Rehabilitation, es werden Demenzkranke in Kurzzeitpflege betreut und Sterbende in ihrer letzten Lebensphase begleitet. Für die  28 Plätze gibt es noch keine Pflegesatzvereinbarung durch die Krankenkasse. Für den Aufenthalt müssen 30 Leva (ca. 15.-€) pro Tag aufgebracht werden.   Es ist aus unserer Sicht erfreulich, dass die junge Unternehmerin mit viel Ideenreichtum und vor allem mit Mut ein eigenes Sozialunternehmen gestartet hat, das offensichtlich gut läuft und so professionell Menschen geholfen wird.  Zudem hat sie über 10 Arbeitsplätze vor Ort geschaffen. Und dies ohne staatliche Förderung.

Seit dem Besuch im Mai 2013 hat der Verein die Finanzierung von 8 weiteren Pflegebetten (Gesamtsumme  2000.- € ) veranlasst, die vor Ort dann von Frau Pandeva gekauft wurden und sich nun im Einsatz befinden.

 

 

 

Besuch im Hospiz Nadejda anlässlich  Bulgarienreise 2015

 

Das Hospiz Nadejda, das von Frau Katja Pandeva geleitet wird hat derzeit 32 Patienten, bei 28 Plätzen. Die Menschen kommen zur Rehabilitation nach Schlaganfall (nur hierfür gibt es Zuschuss von der Krankenkasse) und Demenzkranke, sowie Sterbende.  In einem Raum wurde eine neue Küche eingebaut, nachdem die Essenversorgung bisher durch Catering erfolgte. Die Küche macht einen sehr sauberen Eindruck. Es wurde mit einfachen Mitteln eine gute Lösung gefunden, etwa durch Raumtrennwände wurde der Vorbereitungsbereich vom Kochbereich abgetrennt, ebenso der Spülbereich. Mehrere einfache Kochplatten ermöglichen das Kochen von mehreren Speisen. Eine Edelstahlabzugshaube war wohl das teuerste Teil.

 

 

Frau Pandeva erläuterte, dass die Küche 6000 Leva gekostet hat und sie sehr dankbar ist, dass die Bulgarienhilfe etwa ein Drittel finanziert hat. Dadurch ist die Essensqualität nun viel besser und auch noch deutlich günstiger als durch das Catering. Frau Pandevas Einsatz für ihr Hopiz ist außerordentlich. Sie arbeitet nämlich noch ca. zwei Wochen im Monat in München, um zusätzlich Kapital für ihr Hospiz zu gewinnen! Im Hospiz herrscht eine angenehme Atmosphäre, die Bewohner leben in Doppelzimmer und halten sich, so weit möglich im gemütlichen Aufenthaltsbereich auf. Auch das Mitarbeiterteam geht liebevoll und kompetent mit den Patienten um. Die Besuchergruppe konnte 42 kg Bettwäsche und Hilfsmittel übergeben, die sie im Flugzeug aus Oberschwaben mitgebracht hatten. Dies kam gut an! Auch konnten die Besucher, die im Vorjahr  mit Mitteln der Bulgarienhilfe angeschafften Pflegebetten in Augenschein nehmen. Aber immer noch gibt es auch einfache Pressholzbetten. Bernd Bergemann überreichte, dann Frau Pandeva weitere 500.-€ .  Erfreut meinte sie, dass sie das Geld gut brauchen könnte, um eine verschlissene Sitzgruppe im Aufenthaltsbereich zu ersetzen. So zeigte sich, dass die Hilfe in diesem Hospiz sehr willkommen ist. Es wurde vereinbart, ein Konzept zu überlegen, wie mit Hilfe der Bulgarienhilfe auch mittellose Patienten aufgenommen werden können.

 

 

Besuch von Katja Pandeva in Ravensburg

 

Von 7. – 8. Juli 2016 kam Katja Pandeva, die Leiterin des Hospizes in Varna zu Besuch nach Ravensburg. Hierbei traf sie einige Vorstandsmitglieder der Bulgarienhilfe. Frau Pandeva berichtete von ihrem Hospiz, das sie selbst gegründet hat und nun schon seit einigen Jahren besteht. Diskutiert wurde dann am 2.Tag des Aufenthaltes von Frau Pandeva in Ravensburg, wie die Bulgarienhilfe auch sozial Bedürftige den Aufenthalt im Hospiz in Varna ermöglichen könnte. Dabei nahm die Idee Gestalt an, dass die Bulgarienhilfe ein festes Budget zur Verfügung stellt, das dann von Frau Pandeva für bedürftige Menschen, die ins Hospiz wollen, eingesetzt werden darf. Aber nicht nur der Informationsaustausch stand im Mittelpunkt, auch die persönliche Begegnung und ein kleines touristisches  Programm wurde für Frau Pandeva veranstaltet. 2016  wurden 4 Pflegebetten mit einem Betrag von 1000.-€ im Hospiz von der Bulgarienhilfe finanziert. Erstmals konnte Anfang 2018 der Aufenthalt von Patienten im Hospiz von der Bulgarienhilfe finanziert werden, die die Tagesätze nicht vollständig aus eigenen Mitteln aufbringen konnten. Hierfür wurden 1000.-€  eingesetzt. Durch eine Privatspende konnte die Bulgarienhilfe zusätzlich weitere 800.-€ für die Finanzierung einkommensschwacher Patienten eingesetzt werden.